Adolf Nüßlein: 70 Jahre jung – und kein bisschen müde

Fast alle, die sie geflogen haben behaupten, dass es das schönste Flugzeug sei und meinen damit die F-104, den „Starfighter“. Adolf E. Nüßlein beendete seinen Dienst bei der Bundesluftwaffe im Jahr 1963, als gerade die ersten, fliegenden Verbände auf diesen Supervogel umgerüstet wurden. Für ihn war und ist das schönste Flugzeug aber seine F-86 Sabre, die er als „Jäger aus Kurpfalz“ beim damaligen JG-73 in Pferdsfeld gerne geflogen hatte. Der heutige Vizepräsident der „Luftrettungsstaffel Bayern“ und seit 1963 aktive Motorfluglehrer Adolf Nüßlein erinnert sich gerne an diese Zeit als Tagjagdflugzeugführer auf der Sabre, dem ersten, reinen Jagdflug-zeug der Bundesluftwaffe. Mit der Fliegerei kam der am 3. Mai 1938 in Kronach, am Rande des  Frankenwaldes geborene Nüßlein, erstmals bei den sonntäglichen Spaziergängen auf den nahegelegenen Kreuzberg in Berührung. Und die Faszination der Fliegerei ließ ihn  nicht mehr los. Für ihn war klar, nur durch die Bundeswehr lässt sich sein Traum vom Fliegen erfüllen: 1958 bis 1960 Luftwaffenausbildung zum Tagjagdflugzeugführer, 1960 bis 1963 Nato-Einsatzpilot im Jagdgeschwader 73 auf der F 96 Sabre. Ab 1963 begann für ihn die zivile Fliegerei. Seit dieser Zeit ist er Motorfluglehrer, später Fluglehrer Ultralight, von 1966 bis 1968 Motorflugreferent. Ausbildungsleiter für Motor- und Ultralight sind seine weitern Ämter im Aero-Club Bamberg. Für ihn war es eine Selbstverständlichkeit, sich im Dienste der Allgemeinheit, auch in der Luftrettungsstaffel Bayern zu engagieren. Bereits 1968, im Gründungsjahr der Staffel, gehörte Adolf Nüßlein dazu: Seit 1976 ist er LRSt-Einsatzpilot, 2000 übernahm er das Amt des Flugbereitschaftsleiters Oberfranken,  2003 das des Vizepräsident der Luftrettungsstaffel Bayern, in dem er vor wenigen Tagen von der Jahreshauptversammlung bestätigt wurde. Es ist unglaublich, aber außer der Fliegerei hat er , der passionierte Jäger, noch Zeit für Haus und Garten, fotografiert gut und sehr gerne, vor allem Motive der Luftfahrt und widmet sich dem Sammeln von historischem Material über diese, wobei sein besonderes Augenmerk der Stadt Bamberg und ihrer fliegerischen Vergangenheit gilt. Jede Organisation der Adolf E. Nüßlein, „Mister Nutly“ wie ihn gute Freunde nennen dürfen, angehört, kann sich glücklich schätzen, einen Mann seines Formats in den Reihen zu haben: geradlinig, aufrecht, absolut zuverlässig und stets bereit, für Dinge die er als wichtig erachtet, zu kämpfen.

Die Luftrettungsstaffel Bayern möchte sich auf diesem Weg bei ihrem Vizepräsidenten und Träger der Goldenen Verdienstmedaille recht herzlich bedanken und ihm noch viele erfüllte Jahre im Kreise seiner Familie und Kameraden wünschen.


Adolf E. Nüßlein, fliegerisches Urgestein – 5 000 Flugstunden und 18 000 Landungen -  wurde 70! Ihm gratulieren seine Freunde der Luftrettungsstaffel Bayern und seine Kameraden vom Aero-Club Bamberg.