Digitalfunk hat Bewährungsprobe bestanden

Der 14. Lehrgang war der erste Fortbildungslehrgang für bayerische Luftbeobachter, bei dem der gesamte Funkverkehr ausschließlich digital abgewickelt wurde. Zur Vorbereitung auf diesen Lehrgang wurden von der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg Messflüge durchgeführt, um sicher zu stellen, dass ein erfolgreicher Einsatz von digitalen Funkgeräten gewährleistet werden konnte. Bereits im Vorfeld des Lehrganges hatte die Staatliche Feuerwehrschule, für alle Luftbeobachtungsstützpunkte Bayerns, zentral die benötigten Digitalfunkgeräte beschafft und eine Funkkoffer ausgerüstet, der Seit April allen Stützpunkten zur Verfügung steht. Parallel dazu wurden die Einsatzflugzeuge der Staffel mit Antennen ausgerüstet, die für den Digitalfunk verwendbar sind. Abgesehen von einem Bruch des Antennenkabels in einem Flugzeug, funktionierten die Gerätschaften tadellos und in der Übertragungsqualität überzeugend. Jeder konnte feststellen, dass sich die hohen finanziellen Aufwendungen des Freistaats Bayern gelohnt haben, und durch die Umstellung auf Digitalfunk den Einsatzkräften ein Plus an Sicherheit geboten ist. Einzig die Schwachstelle „Mensch“ muss sich noch auf die neue Technologie einstellen. Aus diesem Grund waren die Schaffung eines theoretischen Grundwissens und der praktische Umgang mit den Geräten in „Trockenübungen“ für manchen Kursteilnehmer eine wertvolle Vorbereitung auf die folgenden Einsätze während der Übungsflüge. Besondere Bedienungsschwierigkeiten zu Beginn der Übungsflüge traten dann auf, wenn Kontakt zu den Einsatzkräften am Boden aufgenommen werden musste. Doch nachdem Übung den Meister macht, konnten die Kursteilnehmer schnell ihre Lernfähigkeit feststellen. Sicher ist aber auch, dass zum Erhalt des Gelernten ein häufiger Umgang mit den Digitalfunkgeräten gepflegt werden muss. Hier sind die Bezirksregierungen bei den Standortschulungen Stufe II gefordert!

Bei idealem Flugwetter wurden alle gestellten Aufgaben von den erfahrenen Luftbeobachtern erfolgreich und unfallfrei erledigt. Erstmals im Einsatz bei diesem Lehrgang war LRSt-Pilot Jörg Herrmannsdörfer, der mit seinem R44 und ehemaliger Flugschüler von Alfred Neubert, erfolgreich in dessen Fußstapfen trat. Er wird in Kürze mit seinem Hubschrauber in Oberfranken als „Schneller Einsatzhubschrauber“ SEH von Mistelgau aus zur Verfügung stehen. Ein weiterer Kurshöhepunkt war wieder der Kameradschaftsabend, vorbereitet durch Familie Stieber und als Frankenweinprobe durchgeführt, wobei Frau Stieber die Weine vor dem Verkosten mit blumigen Worten in ihren Besonderheiten vorstellte.
Trotz oder gerade wegen der Wirkung des Frankenweins, legten alle Teilnehmer am nächsten Tag auch ihre schriftlichen Prüfungen erfolgreich ab und behalten die anstrengende, aber inhaltsreiche Woche an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg und auf dem LRSt-Stützpunkt Hettstadt in guter Erinnerung.


Verantwortliche und Ehrengäste beim Kameradschaftsabend: 1. Reihe vorne: Adolf Nüßlein (LRSt-Vizepräsident), Alfred Neubert, Dieter Naber (Flugbereitschaftsleiter Oberpfalz), Peter Engel (Luftamtsmitarbeiter a.D.). 2. Reihe: Hermann Stieber (Staatliche Feuerwehrschule Würzburg, Lehrgruppenleiter), Frank Kurtz, (Luftamt Nordbayern), Friedrich Gerfertz (LRSt-Ehrenmitglied, Schatzmeister, Vizepräsident). 3. Reihe: Michael Bräuer (Stellvertr. Leiter Staatliche Feuerwehrschule Würzburg), Bernd Große (Flugbereitschaftsleiter Ufr.) Jörg Herrmannsdörfer (LRST-SEH-Pilot, Mistelgau) Steffen Gerschner (LRSt-Ausbildungsleiter), Wolfgang Brunner (Leiter Luftamt Nordbayern) und LRSt-Präsident Karl Herrmann.