Vierundzwanzig „Neue“ beim 30. Lehrgang

Bei vorsommerlichen Temperaturen und heiterem Himmel begann der 30. Grundlehrgang für Luftbeobachter an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg. Umfangreiche Renovierungs- und Baumaßnahmen sowie Parallelkurse hatten die Verlegung des Unterrichts in den „alten“ Lehrsaal notwendig gemacht, was der Stimmung allerdings keinen Abbruch tat. Weit belastender war die Wettervorhersage für die Übungswoche: Gewitter, Starkniederschläge, schlechte Sichten und niedrige Wolkenuntergrenzen ließen an der Abwicklung des fliegerischen Lehrgangsteils heftige, aber berechtigte Zweifel aufkommen. Allen Beteiligten war klar, dass diesem Kurs und der Schule besondere Flexibilität abverlangt werden würde:
Tausch zwischen Theorie und Flugpraxis, Überstunden auf dem Flugplatz am Dienstag, Flugverzicht am Mittwoch, ganztägiger Flugbetrieb unter erschwerten Bedingungen am Donnerstag, ideales Flugwetter zur Abschlussprüfung am Freitag zur Belohnung! So stellte sich dann der 30. LBO-Lehrgang mit seinen Lehrern nach bestandenen Abschlussprüfungen auf dem LRSt-Stützpunkt Sonderlandeplatz Hettstadt dem Fotografen.

 

Ausgestattet mit dem unverzichtbaren Grundwissen einer Luftbeobachterin (drei „Neue“) oder Luftbeobachters sollen sie jetzt in ihren Regierungsbezirken Einsatzerfahrungen sammeln, sich mit den erfahrenen LOBs austauschen und dann, in vier bis fünf Jahren, wieder zu einem Fortbildungslehrgang nach Würzburg kommen. So kann der  Kameradschaftsabend als hervorragender Motivationsverstärker angesehen werden. Vorgestellt von der Weinprinzessin Julia Köhler aus Güntersleben wurden die Kursteilnehmer mit verschiedenen Weinen aus der Region, ausgebaut in den Weinkellern der Familien Köhler und Stieber, mit den Geheimnissen der „Fränkischen Medizin“ und ihren vielfältigen Geschmacksnoten vertraut gemacht. Es soll in diesem Zusammenhang nicht verschwiegen werden, dass ein kühles „Pils“ die Krönung einer Weinprobe darstellen kann. Neben der Weinprinzessin konnte der stellvertretende Schulleiter Herr Breuer den Leiter des Luftamtes Nordbayern, Wolfgang Brunner und die Vizepräsidenten der Luftrettungsstaffel Bayern, Dr. Friedrich Gerfertz und Adolf Nüßlein, mit Gattinen, als Ehrengäste begrüßen. LRSt-Präsident Karl Herrmann bedankte sich im Namen der Staffel für die hervorragende Aufnahme an der Feuerwehrschule und die vorbildliche Zusammenarbeit im Rahmen des Lehrgangs. Sein besonderer Dank galt allerdings den Küchendamen, die durch die Wetterkapriolen vor besondere Aufgaben gestellt wurden, diese aber glänzend meisterten.
Erstmals wurde bei diesem Lehrgang die Kommunikation zur Koordinierung und zum Einsatz der Schadendarsteller über Digitalfunk abgewickelt. Dabei zeigte sich die hervorragende Qualität der Sprachübermittlung ebenso wie dessen problemloses Funktionieren, teilweise auch aus dem LRSt-Hubschrauber. Eine Funkerprobung aus dem Flächenflugzeug wird in Kürze beginnen.

Berücksichtigt man alle Aspekte, so kann  der 30. Grundlehrgang mit dem Prädikat „äußerst erfolgreich“ abgeschlossen werden.