13. Fortbildungslehrgang unter glücklichem Stern

Stolz auf die erbrachten Leistungen konnten die 22 bayerischen Luftbeobachter des 13. LBO-Fortbildungslehrgangs zum Kursende ihre Zeugnisse über den erfolgreichen Abschluss des anspruchsvollen Lehrgangs in Empfang nehmen. Fünf Tage hatten sich erfahrene Luftbeobachter aus allen Regierungsbezirken Bayerns an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg versammelt, um unter der Lehrgangsleitung von Hermann Stieber ihr Können aufzufrischen und auszubauen. Neu in das Lehrprogramm waren das Hochwasser-Schutzprogramm und der Einsatz einer Wärmebildkamera aus dem Hubschrauber heraus, aufgenommen. Aus aktuellem Anlass wurde das Anfertigen von Lageskizze nach lokalen Starkregenfällen und deren Folgen für den Straßenverkehr geübt, ebenso wie das Führen von Einsatzkräften ohne Funk, nur mit Zeichen des Luftfahrzeugs unter Berücksichtigung gesperrter, bzw. überschwemmter Straßen. Besonderer Wert gelegt wurde auch auf das Anfertigen von aussagekräftigen Dokumentationsbildern im Hinblick auf deren Verwendbarkeit in der Einsatzleitung. Selbstverständlich mussten die Teilnehmer navigatorische Aufgaben lösen, Koordinaten von Schadenstellen bestimmen und ihr theoretisches Hintergrundwissen auffrischen. Als „Neuer“ im Kreis der Piloten und Ausbilder führte sich Frank Kurtz vom Luftamt Nordbayern, selbst Einsatzpilot der Luftrettungsstaffel ein und trat die Nachfolge von Peter Engel an. Dieser wurde am Kameradschaftsabend, im Beisein seines ehemaligen Chefs, Regierungsdirektor Wolfgang Brunner, mit einer Ehrung in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Von 1990 bis zum Jahr 2012 wirkt er sowohl bei der praktischen als auch bei der theoretischen Ausbildung der Luftbeobachter mit. Seine pädagogischen Fähigkeiten wurden ebenso geschätzt, wie sein fliegerisches Können als Pilot von Flächenflugzeugen oder Hubschraubern. Dank seines Einfühlungsvermögens und seiner persönlichen Souveränität gelang es ihm, sich kameradschaftlich in das Ausbildungsteam zu integrieren, ohne seine Amtsautorität zu verleugnen. Als aufrichtiger, unaufdringlicher Berater in luftrechtlichen Fragen der LRSt-Ausbildungsleiter, der Piloten und des LRSt-Präsidenten, waren seine juristisch abgesicherten und mit Quellen belegten Hinweise geschätzt, stets im Interesse der Sicherheit oder zum Wohl der Luftbeobachter und Piloten. Mit seinem Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet er sich nach 22 „Dienstjahren“ aus dem Lehrstab der Luftrettungsstaffel. Als Dank für seine Leistungen zeichnete ihn LRSt-Präsident Karl Herrmann mit der Verdienstmedaille in Silber, der zweithöchsten  Auszeichnung der Staffel, aus. Diese Ehrung, so Herrmann, „soll Ausdruck von Respekt und Dankbarkeit sein, für einen wertvollen Partner der Luftrettungsstaffel Bayern und dessen vorbildliche Einstellung zur ehrenamtlichen Aufgabe der Luftbeobachtung“.



Herzliche Glückwünsche für den Geehrten, Peter Engel, und Gratulation zum gelungenen Einstand seines Nachfolgers Frank Kurtz. (V.l.) Die Vizepräsidenten Dr. Friedrich Gerfertz und Adolf Nüßlein, Präsident Karl Herrmann, Frank Kurtz, Ausbildungsleiter Steffen Gerschner, Peter Engel und Regierungsdirektor Wolfgang Brunner.