Meisterin und Meister der Luftbeobachtung

Eine Luftbeobachterin und 22 Luftbeobachter waren an die Staatliche Feuerwehrschule Würzburg gekommen, um ihre "Meisterprüfung" als Luftbeobachter abzulegen. Vor einigen Jahren hatten sie die Grundausbildung zum LBO bereits an gleicher Stelle absolviert, in ihren Regierungsbezirken bei der Standortschulung und in Einsätzen umfangreiche Erfahrungen gesammelt und waren nun bereit, ihr Können unter Beweis zustellen.
Die Schulung der Stufe III stellt an die Luftbeobachter höchste Anforderung: Ausweitung der theoretischen Kenntnisse in Kartenkunde, Navigation, Luftrecht, Technik, Wetterkunde, Waldbrandbekämpfung und BOS-Funk , Ausweitung der Einsatzpraxis durch realitätsnahe Einsatzflüge unter ständiger Bewertung durch das Lehrpersonal. So galt es, Brandstellen im Spessart zu orten, größenmäßig zu erfassen, Lageskizzen zu fertigen, die dann aus dem Flugzeug bei der Einsatzleitung abzuwerfen waren, mit Digitalkameras Foto-Dokumentationen zu erstellen, Löschfahrzeuge mit Funk oder durch Zeichen aus der Luft an die Brandstellen zu führen und die Verwendung von GPS-Geräten zu erproben. Im Maintal zwischen Würzburg und Karlstadt wurden Schadensereignisse mit Zeichen dargestellt. Auch diese galt es zu entdecken und eine entsprechende Skizze der Schadenslage zu fertigen, um der Örtlichen Einsatzleitung Entscheidungshilfen zu liefern. Neu für die Luftbeobachter war auch ihr Einsatz im Hubschrauber der Polizei. Hier galt es, Wasserentnahmestellen für Außenlastbehälter zu finden und exakte Kleinnavigation zu beherrschen. Abschluss eines jeden Einsatzfluges war die Abfassung eines aussagekräftigen Einsatzberichtes, der mit in die Gesamtwertung der Arbeit des Luftbeobachters einbezogen wurde. Auch das Wetter sorgte für einsatznahe Bedingungen: Temperaturen über 35 Grad, bodennahe Thermik, Gewitterstürme, Regenschauer, Hagel und Windsprünge blieben für die Luftbeobachter keine theoretischen Begriffe, sondern wurden hautnah erlebt und bewältigt.


Gut lachen hette der neue Ausbildungsleiter der LRSt, Christian Simbeck, der seinen ersten Ausbildungslehrgang mit Bravour und erfolgreich über die Runden brachte.

So konnte der neue Ausbildungsleiter der Luftrettungsstaffel Bayern, Christian Simbeck, am Ende einer anspruchsvollen Schulungswoche den Teilnehmern ebenso Lob und Anerkennung aussprechen, wie der Kursleiter der Staatlichen Feuerwehrschule, Hermann Stieber.

Dank und Anerkennung der Luftrettungsstaffel Bayern gilt aber auch ihrem Ausbildungsleiter Christian Simbeck, den Einsatzpiloten Steffen Gerschner, Bernd Große, Karl Herrmann jun. und Peter Engel (Luftamt Nordbayern), den Kameraden der Polizei-Hubschrauberstaffel Bayern, der Fluggruppe Hermann Köhl, die wieder Flugplatz und Flugleiter stellte und der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg, sowie den berichtenden Medien, insbesondere dem Bayerischen Rundfunk.