25 neue Luftbeobachter für Bayerns Katastrophenschutz

"Es war eine harte Woche, aber wir haben viel gelernt und es war der wohl beste Lehrgang, den ich je besucht habe", so die Stimme eines schwäbischen Kameraden zum Schluss des 21. LBO-Grundlehrgangs für Luftbeobachter an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg. Zusammen mit der Luftrettungsstaffel Bayern waren durch die Schule in der Woche vom 2. bis 6. Juli neue Bewerberinnen und Bewerber für die Aufgabe der Beobachtung großflächiger Schadensereignisse aus der Luft ausgebildet worden.

Neben einer Fülle theoretischer Inhalte, wie Taktik der Waldbrandbekämpfung, Kartenkunde, Fahrzeugkunde, BOS-Sprechfunk, Technik des Fliegens, Wetterkunde und Navigation, kamen auch die praktischen Übungen in der Luft nicht zu kurz. So starteten die Flugzeuge der Staffel vom Flugplatz der Fluggruppe Hermann Köhl, Flugplatz Hettstadt, zu Flügen von insgesamt fast 40 Stunden Dauer! Auf diesen Übungs- und Prüfungsflügen mussten die Luftbeoachter-Anwärterinnen und –anwärter beweisen, dass sie das erlernte Wissen auch in der Praxis umsetzen konnten: Brandstellen finden, orten und Einsatzkräfte heranführen, Kartenskizzen von Schadenslagen bei Überschwemmungen und Wasserverschmutzungen erstellen, genaue Bestimmung der Schadensstellen mit Hilfe von Koordinaten und natürlich die entsprechende navigatorische Vorbereitung der Überwachungs- und Einsatzflüge. Dazu kam die praktische Einweisung über das Verhalten am und im Hubschrauber durch die Hubschrauberstaffel der bayerischen Polizei.

Lehrgangsleiter Hermann Stieber (Staatl. Feuerwehrschule Würzburg) und Ausbildungsleiter Karl Herrmann (Luftrettungsstaffel Bayern) konnten in der Abschlussbesprechung nur höchstes Lob für die gezeigten Leistungen in den schriftlichen und praktischen Prüfungen aussprechen. Sie waren sich einig in der Beurteilung, dass mit den neuen Luftbeobachtern, hervorragende Kräfte zum Team der Bayerischen Luftbeobachter stoßen.