LRSt-Jahreshauptversammlung bestätigt  Führungsspitze

Auf dem neuen Stützpunkt Oberpfaffenhofen der Luftrettungsstaffel Bayern begrüßte Präsident Karl Herrmann die Vertreter der LRSt-Stützpunktvereine  und hieß sie herzlich willkommen. Besonders dankte er dem oberbayerischen Flugbereitschaftsleiter Jürgen Wehrens für die geleistete Arbeit und Organisation zur Indienststellung des neuen Stützpunktes und allen Helfern vor Ort. Die In-Dienst-Stellung war ein sehr gelungener, feierlicher Festakt. Staatsminister Joachim Herrmann hatte  die Bedeutung der Luftrettungsstaffel für den Katastrophenschutz in Bayern und die ehrenamtliche Ausführung der Aufgaben der Luftrettungsstaffelmitglieder für die Allgemeinheit in den Mittelpunkt seiner Festrede gestellt und großen Beifall gefunden.

Nach der formellen Eröffnung der Jahreshauptversammlung durch den Präsidenten wurde der verstorbenen Kameraden aus der Staffel gedacht. Stellvertretend für alle von uns Gegangenen erwähnte er den am 17. März  verstorbenen Theo Rack, ein Urgestein der LRSt. Er  führte 1976 den Stützpunkt Hettstadt in die Staffel und übte lange Jahre das Amt des Flugbereitschaftsleiters aus. Auch der Präsident wurde von ihm für die Staffel geworben und übernahm 1990 von Theo Rack die unterfränkische Flugbereitschaft. Ihm und allen verstorbenen Staffelkameraden wird die Luftrettungsstaffel stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Auszeichnungen für verdienten Unterstützer

Präsident Herrmann verlieh Johannes Schwepfinger, Pressefotograf für das Innenministeriums und das THW,  Mitglied im Presseclub München als Dank und Anerkennung für seine Verdienste die Ehrennadel in Gold. Seit 2004 begleitet er die Luftrettungsstaffel und setzt hauptsächlich den Präsidenten  vortrefflich „ins Bild“. Ihm folgen widerspruchslos hohe Politiker und Würdenträger, denn er steht hinter seiner Kamera, stets bemüht, alle die vor seiner Kamera stehen, bestmöglich aussehen zu lassen. Die Tatsache, dass er dies über Jahrzehnte erfolgreich praktiziert hat, schuf ein absolutes Vertrauensverhältnis zu den Menschen vor seinem Objektiv. Er ist zwar nicht der Erfinder der Kanzler-Raute, aber diese Erfindung könnte man ihm absolut zutrauen. Sein perfekter Service, professionelle Bilder, die wenige Stunden nach Ende der Veranstaltung bereits auf dem Rechner des Abgelichteten ankommen, ist legendär. Als THWler wurde er als einer der ersten Luftbeobachter ausgebildet und hat seit dieser Zeit immer ein Auge auf unsere Aktivitäten. Geschätzt im Münchner Presseklub, geschätzt von allen Organisationen im Bereich des Katastrophenschutzes und geschätzt als treuer Begleiter und Berater des LRSt-Präsidenten, ist dieser stolz darauf, sich zu seinem Freundeskreis zählen zu dürfen. Die Auszeichnung mit der LRSt-Ehrennadel in Gold soll Ausdruck von Respekt und Dankbarkeit sein, für einen wertvollen Partner der Luftrettungsstaffel Bayern. Präsident Herrmann wünschte ihm – nicht ganz uneigennützig, wie er betonte – noch viele  erfolgreiche Jahre, bei bester Gesundheit, hinter seiner Kamera.


Aus dem Bericht des Präsidenten

Der erste Dank von Präsident Karl Herrmann ging an alle Fliegerkameraden für ihre Unterstützung im Jahr 2016 und für die unfallfreien Flugeinsätze. Die Luftrettungsstaffel verfügt derzeit wieder über 31 Stützpunkte auf 32 Flugplätzen mit 320 aktive Piloten. Eine stolze Zahl!
Der Präsident informierte über den Kampf zum Erhalt des Stützpunktes Erding. Dies wäre im letzten Jahr nicht ohne umfassende Unterstützung möglich gewesen. Zwei Staatsminister, Innenminister Joachim Herrmann und Staatsministerin Ulrike Scharf, der Standortälteste der Bundeswehr, der Bürgermeister von Erding, alle standen voll hinter dem Erhalt des Stützpunkts. Das Luftamt Südbayern und letztendlich Verteidigungsministerin Von der Leyen haben sich, neben vielen weiteren Unterstützern auf allen Ebenen, erfolgreich um den Bestand des Stützpunktes bemüht. Doch ohne die Luftrettungsstaffel und ihre Wertschätzung wäre der Stützpunkt nicht zu halten gewesen
Der Stützpunkt Pfaffenhofen erhielt Verstärkung durch die Fliegerkameraden aus Manching, dadurch ist auch dort weiterhin die Einsatzbereitschaft gesichert.
Eine Großaktion im letzten Jahr war die Ausrüstung der Einsatzflugzeuge mit Digitalantennen. Dazu gab Präsident Herrmann  einen kurzen Rückblick von den Vorüberlegungen bis zur Findung einer technischen Lösung, die sowohl die Vereine zufrieden stellte, als auch den geforderten Aufgaben gerecht zu werden konnte. Seine besondere Anerkennung ging  an die Kameraden Wohlfahrt und Stieber der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg für ihre Unterstützung und intensive Vorarbeit, an Regierungsdirektor Rudolf Schwab für die finanzielle Betreuung der Ausrüstaktion der Einsatzflugzeuge mit Antennen und LBO-Funkkoffern, sowie an die  Firma Frey für den reibungslosen, bayernweiten Einbau der Antennen. Da der Einsatz der Digitalfunkgeräte in den Regierungsbezirken bisher unterschiedlich intensiv erfolgte, sollte dies der Übungsschwerpunkt bei den Standortschulungen Stufe II in diesem Jahr sein.
Das Problem „Flugfunk bei den Leitstellen“ ist erkannt und wird von Innenstaatssekretär Eck bei der nächsten bayernweiten Besprechung mit den Verantwortlichen der ILS direkt erörtert. Nur wenn diese Kommunikation möglich ist, hat die LRSt  die Möglichkeit, wenn ohne Luftbeobachter geflogen wird oder keine Verbindung über BOS-Funk zustande kommt, die Leitstelle direkt anzusprechen. Die drohende Abschaffung dieser Frequenz sieht die LRSt als problematisch und setzt sich für die Beibehaltung ein.
In Oberfranken steht seit kurzem ein schneller Einsatzhubschrauber SEH zur Verfügung. Bereits 2016 hat sich dieser bei der Luftbeobachterausbildung bewährt und könnte in Kürze nunmehr in Oberfranken  zum Einsatz kommen.
Im August sollte ein längerer ZDF-Bericht über die die Arbeit der LRSt gesendet werden. In einer aufwändigen Produktion im Juli, bei der  Fluggeräte, LBO und Pilot für zwei Tage zur Verfügung standen, wurde die Arbeit der Luftrettungsstaffel umfassen dargestellt. Leider wurde dann im August, wetterbedingt,  nur ein kurzer Bericht über die Aufgaben der Luftrettungsstaffel, Schwerpunkt Verkehrsbeobachtung, gesendet!

Sein besonderer Dank für die geleistete Arbeit galt  allen Einsatzpiloten Stützpunktleitern, besonders den neu gewählten Kameraden für ihre Bereitschaft, diese verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen, besonders dem neuen Stützpunktleiter Christoph Fürst in Oberpfaffenhofen. Ebenso der Dank an alle Flugbereitschaftsleiter, diese Aufgabe die nächsten drei Jahre weiter zu führen. Lob und Anerkennung wurden den Referenten Ausbildung, Steffen Gerschner, Einsatz/Personal Karl (Charles) Herrmann jr., dem Vizepräsidenten Adolf Nüßlein, dem Vizepräsidenten, Schatzmeister und Ehrenmitglied Dr. Friedrich Gerfertz und Schriftführerin Gerlinde Stöhr zu teil. Ein besonderer Dank galt alle Frauen, die hinter ihren Männern stehen und deren Tätigkeiten dadurch erst möglich machen.

Entlastung des Vorstands 

Nach dem detaillierten Vortrag des Finanzberichts 2016 und die Vorstellung des Haushaltvoranschlags 2017 durch Schatzmeister Dr. Friedrich Gerfertz war erkennbar, das die Luftrettungsstaffel für das Jubiläumsjahr 2018 finanziell gerüstet ist. Nachdem Revisor Dieter Naber den Revisionsbericht für das Geschäftsjahr 2016 vorgetragen hatte, im dem bestätigt wurde, dass für  alle Geschäftsvorgänge ordnungsgemäße Unterlagen vorhanden waren und geprüft wurden, schlug dieser die Entlastung des Schatzmeisters und des Präsidiums vor. Diese Entlastung durch die Versammlung erfolgte einstimmig und mit Dank an die Verantwortlichen.

Satzungsmäßige Neuwahlen

Als Wahlleiter wurde von der Jahreshauptversammlung Dieter Schwenzel, Flugbereitschaftsleiter Schwaben bestimmt. Da außer den bisherigen Amtsinhabern keine weiteren Kandidaten aus der Versammlung benannt wurden, konnte der Wahlakt in Blockwahl durchgeführt werden.
Einstimmig in offener Wahl wurden (wieder)gewählt:
Präsident Karl Herrmann
1. Vizepräsident und Schatzmeister Dr. Friedrich Gerfertz
2. Vizepräsident Alfred Nüßlein
Revisoren Dieter Naber und Bernd Große
Damit gab es in der Führungsmannschaft der Luftrettungsstaffel keine Veränderungen und der bisherige und wiedergewählte Präsident,Karl Herrmann, bedankte sich im Namen aller Gewählten, beim Wahlleiter für die Durchführung der Wahl und bei der Versammlung für das ausgesprochene Vertrauen.
Als zusätzliche Aufgabe für die kommenden Monate nannte er die Vorbereitung der 50-Jahr-Feier im kommenden Jahr. Zu diesem Ereignis soll wieder eine Festschrift erscheinen und ein Image-Video der Luftrettungsstaffel produziert werden.
Die Jahreshauptversammlung 2018 wurde nach Giebelstadt vergeben.
In der ersten Sitzung des neuen Präsidiums wurden alle bisherigen Referenten bestätigt und der Einsatzpilot des Stützpunktes Donauwörth, Georg Lehmacher, zum neuen LRSt-Pressereferenten bestallt.


Die Führungsmannschaft der Luftrettungsstaffel: (v.l.) Präsident Karl Herrmann, Christoph Lermer (Flugbereitschaft Niederbayern), Daniel Schwenzel (Flugbereitschaft Schwaben), Georg Lehmacher (Pressereferent), Adolf Nüßlein (Vizepräsident und Flugbereitschaft Oberfranken), Steffen Gerschner (Ausbildungsreferent), Dieter Naber (Flugbereitschaft Oberpfalz und Revisor), Gerlinde Stöhr (Protokoll), Jürgen Wehrens (Flugbereitschaft Oberbayern) Karl (Charles) Herrmann jr. (Referat Einsatz und Personal), Fritz Frenzel (Flugbereitschaft Mittelfranken, (sitzend) Dr. Friedrich Gerfertz (Ehrenmitglied, Vizepräsident und Schatzmeister). Krankheitsbedingt fehlt Bernd Große (Flugbereitschaft Unterfranken und Revisor).

Bilder G. Lehmacher