Stringente Strukturen für professionelle Arbeit

Ein Grund für das erfolgreiche Wirken der Luftrettungsstaffel Bayern ist deren bewährte Struktur und die Schulung ihres Personals. Die Wahlen im Frühjahr bestätigten erfahrene Einsatzpiloten und brachten sie in neue Ämter als Stützpunktleiter oder deren Stellvertreter. Zur Bestätigung in diesen Ämtern schreibt die Satzung der Staffel den Besuch einer entsprechenden LRSt-Schulungsveranstaltung vor. Dem Wunsch der Teilnehmer entsprechend und mit wohlwollender Unterstützung der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg, konnte diese Schulungsveranstaltung als Wochenendlehrgang ausgeschrieben werden. So trafen sich knapp dreißig wissbegierige Funktionsträger um den „Feinschliff“ als zukünftige Führungspersönlichkeiten zu erhalten.

In der vom Präsidenten persönlich vorbereiteten Schulungsveranstaltung galt es ein breites Aufgabenspektrum zu verarbeiten: Neben dem Aufbau, der Struktur und dem Meldewesen der Staffel wurde auch die im Katastrophenschutzgesetzt festgeschriebene Sonderstellung der Luftrettungsstaffel und die daraus resultierenden Sonderrechte aufgezeigt. Interessant in diesem Zusammenhang die Ausführungen von Wolfgang Raps, Regierung von Unterfranken, der in diese Thematik einführte. Dass die Aktivitäten der Luftrettungsstaffel auch eines zuverlässigen Versicherungsschutzes bedürfen, steht außer Zweifel. Trotzdem waren die Ausführungen vom Peter Lehnacker, KUVB, höchst aufschlussreich und beruhigend. Hier finden die ehrenamtlich Piloten und Mitarbeiter der Staffel einen umfassenden Schutz ihrer wichtigen Tätigkeiten im Interesse der Allgemeinheit. Abgerundet wurde diese wichtige Kapitel „Versicherungsschutz“  durch Klaus Zeh, Peschke Versicherungen, der wertvollste Hinweise für die Flugzeugversicherungen in den Vereinen und die Sonderabsicherung der Einsatzflüge der Staffel gab. Aber auch praktische Arbeitshilfen wurden gegeben. So informierte Lehrgruppenleiter Hermann Stieber über die Ausbildung der LBO in den Stufen I und III und leitete daraus die Schwerpunkte der praktischen LBO-Weiterbildung auf Regierungsbezirksebene (Stufe II) ab. Ein großes Anliegen war ihm dabei auch die Qualität von Dokumentationsbildern im Hinblick auf den Nutzen für die Einsatzleitung. Die praktischen Beispiele überzeugten dabei in kürzester Zeit. LRSt-Schatzmeister Dr. Gerfertz skizzierte das Abrechnungswesen in der Staffel und machte klar, dass es über bestimmte Vorgaben keine Diskussion geben kann, da die Staffel auf Grund staatlicher Unterstützung, auf bestimmte Abrechnungsformen festgelegt ist.

Trotz der Stofffülle blieb Zeit, auf alle Fragen der Teilnehmer einzugehen und diese umfassend zu beantworten. Ein stimmungsvoller fränkischer Abend mit Weinprobe, mit Weinen aus dem Keller der Familie „Stieber“ vorgestellt von der Chefin höchst selbst, sorgen für einen gelungen  Ausgleich zur harten Kursarbeit. So konnten am Sonntag alle, hoffentlich zufriedene Teilnehmer, ihre Urkunden aus der Hand von Präsident Herrmann im Empfang nehmen, die ihnen nunmehr die Führung einen Stützpunktes gestatten. So galt dann auch der Dank des Präsidenten den Referenten, der Feuerwehrschule und ihrem Kantinenpersonal und besonders auch dem Innenministerium, das die finanzielle Ausstattung der Fortbildungsveranstaltung übernommen hatte.

 

Der 20. Fortbildungskurs der Luftrettungsstaffel Bayern zeigte eine lebendige Teilnehmerschar aus allen Teilen unserer bayerischen Heimat mit vielen neuen Funktionsträgern, die einen sanften Umbruch in der Altersstruktur der Staffel erkennen lässt.