Interessiert, konzentriert und engagiert
17. LRSt-Fortbildungslehrgang in Geretsried

 Ein cooler Start, ständig besser werdend und ein heißer Schluss, so zeigte sich das Wetter im oberbayerischen Voralpenland, als sich die LRSt-Einsatzpiloten an der Staatlichen Feuerwehrschule Geretsried zu einem Fortbildungslehrgang für zukünftiges Führungspersonal trafen. In einem Drei-Tages-Kurs sollten sie in den Aufbau, die Organisation und den Verwaltungsablauf in der Luftrettungsstaffel Bayern eingeführt werden. Mit Hilfe der Referenten aus dem Haus Peschke-Versicherungen, Klaus Zeh, dem Innenministerium, Ministerialrat Herbert Feulner und Wolfgang Zuchs vom GUVV wurden den Piloten die tieferen Einsichten in die Notwendigkeiten eines ausreichenden Versicherungsschutzes der Einsatzflugzeuge, die rechtliche Einbettung der LRSt in die bayerischen Katastrophenorganisationen und die umfassende Absicherung der ehrenamtlichen Arbeit durch den GUVV nahe gebracht. Präsident Karl Herrmann führte nicht nur in die Organisationsstruktur der Staffel ein, sondern zeigte anschaulich auf, warum es in der LRSt Regularien und Dienstanweisungen geben muss. „Tue Gutes und sprich darüber“! Zu diesem Thema ermunterte LRST-Pressereferent Alfred Neubert seine Kameraden zu einer offensiven Medienarbeit und zeigte verschiedene Möglichkeiten einer effektiven Pressearbeit auf. Über die Ausbildung der Luftbeobachter an der Staatlichen Feuerwehrschule in Würzburg referierte Lehrgruppenleiter Hermann Stieber und sein Kollege Werner Öchsner machte das LRSt-Personal mit den Feinheiten und Fehlerquellen eines BOS-Funkgeräts bekannt.


Höhepunkt war der fliegerische Teil der Fortbildung: unter ständig wechselnden Wetterbedingungen konnten sich die Kursteilnehmer mit den in der Staffel gängigen Flugzeugmustern vertraut machen. Vom Motorsegler bis zum Hubschrauber, von der Dimona, der Grob, der Impuls, der Robin bis zur Zlin, hatten sie die Möglichkeit, die vorher minutengenau ausgearbeiteten Dreiecksrouten abzufliegen und deren Wendepunkte zu dokumentieren. Die Kameraden Eichenseher und Gahr vom Stützpunkt Königsdorf standen LRSt-Ausbildungsleiter Steffen Gerschner, trotz eines laufenden Segelflugwettbewerbs,  in dankenswerter Weise hilfreich zur Seite. Man war sich nach diesen drei Tagen einig, dass es für diesen Kurs, den wiederum das Innenministerium ermöglichte, und für diesen Teilnehmerkreis eine Fortsetzung geben sollte.