Nur das Wetter spielte nicht mit!

Erstmals in der langen Reihe von Fortbildungsveranstaltungen für das Personal und die Piloten der Luftrettungsstaffel Bayern traf man sich vom 25. bis 28. September an der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg. Ausbildungsschwerpunkte des 16. Lehrgangs waren:

- das Führen eines LRSt-Stützpunktes
- Versicherungsrechtliche Grundlagen für LRSt-Einsätze und -flugzeuge
- Aufgabenerstellung für die LBO-Fortbildung der Stufe II
- Erstellung und Bearbeitung von Power-Point-Präsentationen
- Struktur und Aufgabenverteilung nach der Forstreform
- Erfahrungsaustausch und Problemdiskussion

Umfassende rechtliche und versicherungsrechtliche Konsequenzen zeigte, zu Beginn der informativen Woche,  Klaus Zeh, ehemaliger AOPA-Präsident und Mitarbeiter der Firma Peschke, anschaulich und auch für Nichtjuristen verständlich, auf.

Ein weiterer Höhepunkt für die Teilnehmer war die „Rückkehr zu den Quellen der Fliegerei,“ ein Besuch im Segelflugmuseum und dessen Werkstatt auf der Wasserkuppe.


Auf dem „Berg der Segelflieger“ legte die Staffel am Grabmal des Fliegers einen Kranz nieder und gedachte der verstorbenen Kameraden.

Natürlich stand auch eine Führung durch die erweiterte Feuerwehrschule Würzburg einschließlich  des neuen Brandhauses auf dem Programm, das LRSt-Ausbildungsleiter Christian Simbeck in bewährter Weise vorbereitet hatte. Dass in Würzburg einen Weinprobe zum Freizeit-Pflichtprogramm gehört, ist selbstverständlich; dass die Weine aber von einer Weinprinzessin kredenzt wurden, war dem Hause „Stieber“ zu verdanken. Hermann Stieber von der Staatlichen Feuerwehrschule ist nicht nur für die LBO-Ausbildung verantwortlich, sondern übernimmt diese Verantwortung stets auch für das Wohl unseres Personals, sei es als Betreuer an der Schule, als Busfahrer oder als Vater der Weinprinzessin. Neben ihm gilt der besondere Dank der Staffel dem Schulleiter der Feuerwehrschule, Axel Häger, der durch seine spontane Zusage die Fortbildung erst möglich machte. Lobende Anerkennung und herzlicher Dank des LRSt-Präsident Karl Herrmann galt zum Ende der Fortbildung allen Referenten und dem gesamten Personal der Feuerwehrschule.

Einen Wermutstropfen gab es allerdings: pünktlich zu Lehrgangsbeginn stellte sich die Wetterlage um. Regen, Nebel und zeitliche Gebundenheit bei einigen Programmpunkten machten die fliegerische Fortbildung und das Erproben der erarbeiteten Aufgabenstellungen in der Praxis unmöglich. Dieser Programmteil soll voraussichtlich im kommenden Jahr, dann wieder in Geretsried, nachgeholt werden.


Lachende Gesichter beim „Brotzeit-Fassen“ auf der Wasserkuppe. Trotz IMC ließ es sich die LRSt-Truppe nicht nehmen, die Bordküche zu öffnen und unter „erschwerten Bedingungen“ das Mittagessen anzubieten.