LRSt wertvoller Bestandteil im K-Schutz Bayern

14. Fortbildungslehrgang in Geretsried wieder ein voller Erfolg

29 Teilnehmer aus 19 Stützpunkten trafen sich zum diesjährigen Fortbildungslehrgang der Stützpunktleiter, Stellvertreter und Einsatzpiloten vom 27.-30.09 an der staatlichen Feuerwehrschule in Geretsried. Nachdem aufgrund der hohen Einsatzzahlen im "heißen" Sommer 2003 die Fortbildung letztes Jahr ausgesetzt wurde, gab es diesmal umso mehr Erfahrungen unter den Teilnehmern auszutauschen.

Präsident Karl Herrmann und Ausbildungsleiter Christian Simbeck hatten wieder erstklassige Referenten für den theoretischen Ausbildungsteil gewinnen können. Ob Hermann Stieber (Staatliche Feuerwehrschule Würzburg), der umfassend die LBO-Ausbildung in Würzburg darstellte und in die Grundlagen der Power-Point-Präsentation einführte, ob Aopa-Präsident Klaus Zeh, der Veränderungen und Neuerungen im Versicherungsbereich referierte,


oder Ministerialrat Horst-Eberhard Dolle (Bayerisches Staatsministerium des Innern), der anschaulich und beeindruckend Ursachen und Folgen von Stresserscheinungen beim Einsatzpersonal vorstellt, jeder Vortrag war ein Gewinn. Welcher Wertschätzung sich die LRSt im bayerischen Innenministerium erfreut, brachte eindrucksvoll OAR Peter Hallermeier zum Ausdruck. Er dankte dem Präsidenten und der Staffel nochmals für den hervorragenden Leistungsbeweis bei der Waldbrandüberwachung im "Jahrhundertsommer 2003". Trotz hoher Kosten sei die Luftrettungsstaffel jeden Euro wert gewesen!


Das Wetter hielt sich leider nicht an den vorgesehenen Stundenplan und so musste kurzfristig zwischen Theorie und Praxis umdisponiert werden. Dennoch konnte der gesamte fliegerische Teil der Ausbildung - welcher wieder vom oberbayerischen Flugbereitschaftsleiter Jürgen Wehrens vorbereitet wurde - erfolgreich absolviert werden. Zwar war im Übungszenario nur ein "theoretisch-koordinatenmäßiges" Feuer vorgesehen, nachdem aber tatsächlich Rauch in der Nähe des vorgesehenen Brandortes aufstieg, wurde kurzerhand das Bodenfahrzeug dorthin geführt, was zu einem mittleren Schock des polnischen Waldarbeiters führte, der Schadholz verbrannte. Da die Führung in dem großen und schlecht von oben einsehbaren Waldgebiet auf Anhieb gelang, und auch alle anderen Navigations- und Sonderaufgaben von den Teams erfüllt wurden, konnte allen Teilnehmern die erfolgreiche Teilnahme bestätigt werden.

Ebenfalls im praktischen Ausbildungsteil konnten sich die Piloten von den Leistungsdaten und Flugeigenschaften der "Diesel-Cessna" einen Eindruck verschaffen. Manches Vorurteil, welches bei der theoretischen Vorstellung des Motors und seiner Leistungsdaten durch Stützpunktleiter Steffen Gerschner aus Mainbullau nicht ausgeräumt werden konnte, war nach dem Probeflug widerlegt. Einig war man sich allerdings darüber, dass ein abschließendes Urteil über ein Kosten- / Nutzenverhältnis und die Zuverlässigkeit erst nach Vorliegen der Langzeiterfahrungen abgeben werden könne.

Bei der Abschlussbesprechung mit Diskussion wurden als vordringlichste Punkte die weitere Vorrüstung der Einsatzflugzeuge für BOS-Funk und die Ausrüstung der Stützpunke mit Einsatzkoffern (Schwerpunkt 2005) besprochen. Leider ist aufgrund der knappen Finanzmittel im Ministerium derzeit keine Ausstattung der Stützpunkte mit eigenen Funkgeräten (FuG 13b) und Digitalkameras möglich.

Der Dank aller Teilnehmer galt der gastgebenden Feuerwehrschule Geretsried - ganz besonders dem Küchenteam für die hervorragende Verpflegung – den Stützpunkten Königsdorf und Eschenlohe für Fluggerät und Piloten, sowie allen Referenten und Organisatoren für die umfangreichen Vorbereitungen und den erbrachten Einsatz.

A. Neubert